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Kuriositäten
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Urlaubsgrüße aus Marokko.
Von unseren Patienten Vera und Armin P. im Dezember 2005
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"Handwerker" unter unseren Patienten
Der oben abgebildete Unterkiefer-Zahnersatz wurde mir von einem meiner Patienten überlassen. Der Patient hat mit viel handwerklichem Geschick den Zahnersatz selbst um einen Zahn erweitert. Der in den Zahnesatz eingefügte Zahn ist im Bereich des linken unteren Echzahns zu erkennen. Es handelt sich hierbei nicht um einen Kunststoffzahn, wie für Zahnersatz üblich, sondern um einen eigenen oberen Schneidezahn des Patienten. Dieser Zahn war zuvor einmal verloren gegangen und vom Patienten aufgehoben worden. Die Wurzel wurde entfernt und der Zahn mit einem Spezialkleber im Zahnersatz befestigt. Der Zahnersatz wurde so einige Zeit getragen. Für den Laien ist die Erweiterung kaum zu erkennen
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Melonenmund der Extraklasse
Die rechte Aufnahme verwöhnt den Betrachter mit einem außergewöhnlichen Erscheinungsbild. Wäre es nicht spitze so etwas mal "live" zu sehen wenn es denn möglich wäre. Sie haben es natürlich sofort erkannt: Hier wurde der leider inzwischen schon verstorbene große US-Schaupieler Lloyd Bridges in einem bekannten Kinoklamauk veralbert. Lachen bis der Arzt kommt. Da sagen wir natürlich gern: "Keep smiling!"
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Das getackerte Gebiß
Die obigen Aufnahmen zeigen eine ungewöhnliche Art der "Do-it-yourself" Zahntechnik. Der Träger dieser partiellen Prothese wußte sich nach diversen Prothesenbrüchen keinen anderen Rat und "tackerte" seine Prothesenteile mit einem Schnellhefter zusammen. Erst nach einiger Zeit, als das ungewöhnliche Gebilde gar nicht mehr saß und sich im Munde schon verselbständigte suchte er einen Zahnarzt auf der ihm professionelle Hilfe zuteil werden ließ. Was es nicht alles gibt, oder? Man sollte es kaum glauben.
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Amerikas berühmteste Zähne
Die linke Abbildung zeigt Amerikas berühmteste Zähne, die Totalprothesen von George Washington, dem ersten Präsidenten der USA. Der Gaumen der Oberkieferprothese ist aus Gold gefertigt, der Unterkiefer besteht aus Elfenbein. Der Ober- und der Unterkiefer tragen aus einem Stück Elfenbein geschnitzte Zähne die in die bestehenden Prothesenkörper eingepaßt und mit ihnen verbunden wurden. Um die Prothesenkörper auf ihrem Lager, also den Kieferkämmen zu halten, wurden an den Seiten Federn angebracht und mit den Prothesen verschraubt. Das Essen muß extrem mühselig gewesen sein, ganz zu schweigen von dem völlig desolaten Sitz der Prothesen und somit dem sehr schwierigen Sprechen.
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Vom Verhalten des Präsidenten wird übereinstimmend berichtet, daß er bei offiziellen Essen wenig zu sich nahm. Seine Ernährungsweise wurde durch das unzulängliche Kauvermögen bestimmt. Marinierte Kaldaunen, Suppen oder mit weichen Zungenscheiben belegte Brote mit Butter gehörten beispielsweise zu seinem Speiseplan.
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Der Zahnwurm als Ausgeburt der Hölle
Die Abbildung rechts zeigt eine Elfenbeinschnitzerei aus dem Mittelalter. Gut zu erkennen sind die filigranen Schnitzarbeiten die als Motiv die quälenden Zahnschmerzen der Patienten jener Zeitepoche gut widerspiegeln. Man glaubte an einen Wurm der im Inneren eines jeden Zahnes hauste und der die bohrenden, hämmernden und quälenden Zahnschmerzen verursachte. Dieser Wurm war ein Sendbote der Hölle. Die Menschen des Mittelalters waren recht erfinderisch um der Schmerzen Herr zu werden. Vielerlei Tinkturen und "Wunderwässerchen" wurden ausprobiert. Der Erfolg war jedoch recht fraglich.
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Wenn gar nichts mehr half wurde ein schmerzender Zahn "herausgebrochen". Dies geschah häufig mit Zangen, die die Hufschmiede jener Zeitepoche anfertigten. Vielfach wurde dabei nur die Zahnkrone abgebrochen, die Wurzeln blieben im Kiefer stecken und faulten dort langsam vor sich hin. Was für eine Marter und Folter!
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Zahnarzt in Marokko
Die linke Aufnahme zeigt ein für uns Europäer recht ungewöhnliches Bild. Man sieht einen marokkanischen Straßenzahnarzt der bereits getragene Ober-, und Unterkieferprothesen auf einem Marktstand zum Kauf für zahnlose Patienten anbietet. Das linke quadratische Feld, welches wie eine Ansammlung von Steinen aussieht besteht bei näherer Betrachtung tatsächlich aus gezogenen Zähnen. Was der Käufer damit anfangen soll ist rätselhaft. Direkt vor dem Kollegen auf dem Tisch stehen diverse "Heilwässerchen" gegen Zahnschmerzen.
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Etruskische Goldbandprothese
Die Abbildung rechts zeigt eine etruskische Goldbandprothese an den Zähnen des Unterkiefers. Aufgrund ihrer handwerklichen Kenntnisse in der Goldschmiedekunst und ihrer Geschicklichkeit, konnten die Etrusker Zähne mit Golddraht befestigen oder Brücken als Zahnersatz in Goldbänder einnieten. Einige solcher Konstruktionen sind uns über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Die etruskischen Goldbandprothesen aus Corneto waren mit Sicherheit die Vorbilder späterer römischer Goldbandprothesen. Römische Zahnärzte konnten den hohen zahntechnischen Stand der etruskischen "Künstler" aber nicht gleichwertig erhalten und weiterführen.
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Der Straßenzahnarzt von Chonquing
Die linke Abbildung zeigt die Straßenpraxis eines Zahnarztes im chinesischen Städtchen Chonquing. Natürlich dürfen wir Europäer nicht vergessen, daß wir bei diesem Anblick keinen westlichen Standard erwarten können. In China herrschen ganz andere kulturelle Voraussetzungen. Auch die Medizin hat einen anderen Stellenwert als bei uns. Unsere chinesischen Kolleginnen und Kollegen sind genauso geschickt wie wir deutschen Zahnärzte, nur daß sich ihr Equipment eben nicht auf dem allerneuesten (westlichen!) Stand befindet. Die Menschen dort erwarten auch gar keine High-Tech-Medizin wie hier in Deutschland. Wir sind hier bei uns durch Hygienestandards extrem verwöhnt. Es ist interessant zu erfahren, daß eine zahnmedizinische Betreuung und Versorgung auch mit einfachen Mitteln äußerst effektiv und erfolgreich sein kann. So können wir Westeuropäer noch eine ganze Menge vom "Reich der Mitte" lernen.
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Zahnschmuck der besonderen Art
Die rechte Abbildung zeigt einen Zahnschmuck der besonderen Art. Manch ein Labor hat sich auf die Gestaltung ganz individueller Zahnkronen spezialisiert. Wie Sie sehen lassen sich auch außergewöhnliche Motive auf Ihren Keramikkronen verewigen. In diesem speziellen Fall scheint es sich um einen Fischliebhaber gehalten zu haben.
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Zahnärztliche Bohrmaschinen
George Fellow Harrington gestaltete 1864 eine durch Uhrwerk betriebene und "Erado" genannte Bohrmaschine zum Einsatz im Mund. Die Federkraft des Uhrwerks war leider zu schwach und wirkte nur etwa eineinhalb Minuten. Im Prinzip ging danach die Entwicklung rasant weiter zu effektiveren Zahnbohrgeräten. Die Erfindung einer brauchbaren Tret-Zahnbohrmaschine mit dem Novum einer biegsamen Antriebswelle, entsprechenden Handstückansätzen und darin gehaltenen Bohrern von Morrison (USA) hatte daran großen Anteil. Diese Geräte kamen 1871 zu einer weiten Verbreitung. Ein verstellbarer Behandlungsstuhl der 1869 erfunden wurde erlaubte eine genauere Präpariertechnik nach heutigen Vorstellungen. Die erste serienmäßige Produktion von zahnärztlichen Bohrmaschinen erfolgte 1897.
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Eine besonders tierische Behandlung
Die rechte Abbildung zeigt eine Zahnbehandlung der besonderen Art. Tja, nicht nur wir Menschen haben mit unseren Beißerchen zu tun, auch das Getier. Manch ein tierischer Patient hat dabei eine beachtliche Größe und ist recht unwillig während der Behandlung. Der Kasseler Tier-Zahnarzt Kähn steht auf besonders "sanfte" Behandlungsmethoden bei unseren lieben Vierbeinern. Ob es seinem Patienten tatsächlich gefällt? Wir meinen schon!
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